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Feuerbrand wird verursacht durch das Bakterium Erwinia amylovora (E.a.) und zählt zu den gefährlichsten Krankheiten bei Kernobst (Apfel, Birne und Quitte). Temperaturen zwischen 15°C und 27°C mit hoher Luftfeuchtigkeit bieten dem Feuerbranderreger ideale Lebensbedingungen. Die Hauptüberwinterungszentren sind die sogenannten Canker. Canker sind krebsartige, brandartig eingefallene Rindenstellen, die meist rotbraun bis schwarz gefärbt sind. Unter idealen Bedingungen werden im Frühjahr 20 – 80 % der aus dem Vorjahr stammenden Canker aktiv und beginnen an den Randzonen Bakterienschleim (Exudat) zu bilden. Der zuckerhaltige Schleim lockt Insekten an, die die Bakterien weiterverbreiten. Auch durch Wind und Regen kommt es zu einer Weiterverbreitung. ![]() Abb.: An diesem mit Feuerbrand befallenen Baum wurde die Rinde angeschnitten. Das Holz zeigt typische Verfärbungen, die durch E.amylovora verursacht wurden. Zur gefürchteten Blüteninfektion bei Kernobst kann es kommen, wenn während der Blühperiode ideale Vermehrungsbedingungen (Temperatur > 15,5°C, hohe Luftfeuchtigkeit) für das Bakterium herrschen. Das Bakterium vermehrt sich auf den Narben der Blüten und wird durch Bienen rasch verbreitet. Die höchste Infektionsgefahr besteht während der Blüte, da diese als Eintrittspforte dienen. Seinen Namen verdankt der Feuerbrand dem Symptom, dass befallene Pflanzen nach Ablauf einer gewissen Inkubationszeit nach Befall „verbrannt“ aussehen. ![]() Abb.: Mit Feuerbrand befallener Apfelbaum nach Ausbildung der Symptome. Nach oben |
Da die Infektion der Pflanze und die Vermehrung von E.a. von Temperatur und Feuchtigkeit abhängt, wurden verschiedene Prognosemodelle erarbeitet. Diese sollen während der Blütezeit die Infektionsgefahr für die Pflanze vorhersagen und es ermöglichen, zum geeigneten Termin einen Aufruf zur Behandlung zu geben. Das in Deutschland am verbreitesten Vorhersagesystem ist Maryblyt™. Maryblyt basiert in erster Linie auf Witterungsdaten und berücksichtigt zusätzlich noch die Blütezeit der Anlage. Dadurch werden zwei verschiedene Arten von Terminen errechnet. 1. Potentielle Infektionstage, an denen Behandlungen mit Antibiotikum zweckmäßig sind. 2. Dauer der Inkubationsperioden, nach deren Ablauf mit dem Auftreten der ersten Symptome zu rechnen ist. Zu diesem Zeitpunkt sollten dann die Anlagen kontrolliert werden. Bislang wurde der Feuerbranderreger in Deutschland mit Antibiotikum bekämpft. Auftretende Resistenzen und Rückstände im Blütenhonig machten es erforderlich, nach Alternativen zu suchen. Die Firma Bio-Protect hat in mehrjähriger Forschungsarbeit ein innovatives Präparat entwickelt, das die Blüteninfektin deutlich reduziert. BlossomProtect auf der Basis natürlicher Hefestämme hat in den letzten drei Jahren in den amtlichen Versuchen hervorragend abgeschnitten und gilt damit als nahezu gleichwertiger und darüber hinaus umweltverträglicher Ersatz für Antibiotika. ![]() Tab.: Durchschnittliche Befallsreduktion verschiedener Präparate in Freilandversuchen zur Feuerbrandbekäpfung in Deutschland in den Jahren 2003 – 2007. Die Ausbringung von BlossomProtect erfolgt bequem und bewährt durch Sprühen oder Spritzen. BlossomProtect ist unbedenklich für Mensch und Tier, insbesondere besteht keine Gefährdung für Bienen. Da BlossomProtect lebende Mikroorganismen enthält, kann es nicht zusammen mit zur Schorfbekämpfung eingesetzten Fungiziden ausgebracht werden. Die Firma Bio-Protect hat jedoch in einer Vielzahl von Versuchen Anwendungsempfehlungen für BlossomProtect und diverse Fungizide erarbeitet. Gebrauchsanweisung PDF Empfehlung zur Schorfbekämpfung PDF Mischbarkeit von BlossomProtect PDF |
Vertrieb in Deutschland Rudolf-Diesel-Str. 2 D-72525 Münsingen Tel.: +49 7381 9 35 40 www.biofa-profi.de contact@biofa-profi.de Vertrieb in Österreich Kontakt und Informationen bei Entwicklung und Produktion GmbH Konrad-Lorenz-Str. 20 A-3430 Tulln Tel.: +43 2272 66280 531 www.bio-ferm.com office@bio-ferm.com Vertrieb in der Schweiz Strahlermatten 6 CH-6146 Grossdietwil Tel.: +41 62917 50 05 www.biocontrol.ch sales@biocontrol.ch |
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