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Lagerfäulen am Apfel werden von Pilzen verursacht. Man unterscheidet Fleckfäuleerreger (Pezicula sp., Nectria gilligena) und Totalfäuleerreger (Botrytis cinerea, Penicillium expansum, Monilia fructigena).

Symptome treten nach der Einlagerung der Früchte auf, wobei die Infektionen bereits während der Vegetationsperiode, bei der Ernte oder im Lager stattfinden können.

Ein umweltverträgliches Präparat zur Bekämpfung von Lagerfäulen ist BoniProtect®. Es wurde am 28. September 2005 unter der Nummer 5320-00 in die Liste der Pflanzenstärkungsmittel des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aufgenommen.

BoniProtect® wirkt auf der Basis natürlicher Hefestämme, die sich auf der Frucht ansiedeln und deren Widerstandskraft gegen die Fäuleerreger erhöhen.

BoniProtect
Abb.: Lichtmikroskopische Aufnahme des Hefestammes Aureobasidium pullulans

BoniProtect® enthält pro Gramm 2 x 1010 Blastosporen von Aureobasidium pullulans auf einem Trägerstoff. BoniProtect® ist bequem und leicht durch Sprühen oder Spritzen auszubringen, es brauchen keine Wartezeiten vor der Ernte eingehalten zu werden.

Gebrauchsanweisung pdf

Mischbarkeit von BoniProtect pdf

 Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von BoniProtect® wurde in zahlreichen Laborversuchen nachgewiesen. Die Versuche mit künstlicher Infektion von Wunden mit Botrytis cinerea oder Pezicula malicorticis zeigten, dass BoniProtect® die Faulstellenentwicklung durch diese beiden Pathogene unterdrückt.

BoniProtect
Abb.: Apfel mit künstlich gesetzten und infizierten Wunden, links Wunde mit Pathogen, rechts Wunde mit Pathogen und BoniProtect®.

 Freilandversuche im Bodenseegebiet

- BoniProtect® als Ersatz zur Abschlussspritzung


Das Hefepräparat wurde in vier aufeinanderfolgenden Jahren in einer Apfelanlage im Bodenseegebiet, die nach den Richtlinien der Integrierten Produktion bewirtschaftet wird, erfolgreich als Ersatz zur Abschlussspritzung getestet.



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Die Anlage wurde im Versuchsblock bis zwei Wochen vor der Behandlung mit den betriebsüblichen Pflanzenschutzmitteln behandelt. Danach wurden bis zur Ernte nur die drei Versuchsbehandlungen mit BoniProtect bzw. in den letzten beiden Jahren die zusätzliche Variante BoniProtect® + Calciumdünger ausgebracht. Unbehandelte Parzellen dienten als Kontrolle. Die Praxisvariante wurde mit handelsüblichen Fungiziden weiterbehandelt. Auch hier wurde zur Vermeidung von Stippe mit Calcium gedüngt. Nach der Ernte wurden die Früchte bei 2°C getrennt eingelagert und zum für die Sorte typischen Auslagerungstermin nach ca. 3 Monaten dem Kühlraum entnommen und ausgezählt.

Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass in allen vier Versuchsjahren mit BoniProtect® eine deutliche Reduktion der Anzahl fauler Äpfel erzielt werden konnte. Die Calciumdüngung verbesserte den Wirkungsgrad nochmals. Damit ist BoniProtect® ein umweltverträgliches und hochwirksames Präparat, das sich auch in der Praxis bewährt hat.

BoniProtect
Abb.: Durchschnittlicher Fäulebefall sowie erzielter Wirkungsgrad in den Jahren 2002-2005. Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Darstellung

- BoniProtect® als Ergänzung zur Abschlussspritzung

Das Hefepräprat wurde im Jahr 2006 in einer Apfelanlage im Bodenseegebiet, die nach den Richtlinien der Integrierten Produktion bewirtschaftet wird, auch als Ergänzung zur Abschlussspritzung erfolgreich getestet.

Die Anlage wurde im Versuchsblock bis zu den vorgegebenen Wartezeiten mit den betriebsüblichen Pflanzenschutzmitteln behandelt. Danach blieb eine Variante unbehandelt, die andere Variante wurde noch zweimal mit BoniProtect® behandelt. Da das Hefepräparat keine Wartezeiten hat, wurde die 2. Behandlung zwischen den Pflückdurchgängen durchgeführt. Die Früchte wurden nach der Ernte bei 2°C getrennt eingelagert und nach ca. 4 Monaten dem Kühlraum entnommen und ausgezählt. Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass mit den zwei BoniProtect®-Behandlungen der Befall von 8,8% in der Kontrolle auf 4,8% reduziert werden konnte.


Abb.: Fäulebefall nach 4 monatiger Lagerung in der mit Fungizid behandelten sowie in der zusätzlich mit BoniProtect® behandelten Variante.
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Darstellung


Damit wurde durch die Verringerung des Fäulebefalls trotz der zusätzlichen Kosten ein deutlicher Mehrerlös, in diesem Fallbeispiel über 600 € pro ha, erzielt.

BoniProtect
Tabelle: Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Elstar-Anlage (IP) bei zweimaliger zusätzlicher Behandlung mit BoniProtect® kurz vor der Ernte
Klicken Sie auf die Tabelle für eine größere Darstellung


 
 Verkauf

Der Verkauf von BoniProtect® erfolgt durch unsere Vertriebspartner.

Bestellungen richten Sie bitte an:

Vertrieb in Deutschland

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