Äpfel mit starken Fäulnisstellen und braunen Druckstellen liegen dicht nebeneinander in einer Kiste.

Apfelfäulen

Apfelfäulen

Lagerfäule bei Äpfeln wird durch Pilze verursacht. Die Firma Bio-Protect führt ein Testsystem durch, bei dem Versuchspräparate auf ihre Wirkung gegenüber den wichtigsten Apfelfäuleerregern getestet werden können.

Apfel mit brauner Fäulnisstelle und markierter Einstichstelle, daneben Liste möglicher Pilz Erreger sowie Hinweis Pathogen und Präparat.

Für die Tests werden Äpfel mit einheitlichem Reifegrad und Größe verwendet. Vor dem Test werden die Äpfel oberflächensterilisiert. Pro Apfel werden vier Wunden in gleichem Abstand gesetzt. Die Inkubationsdauer richtet sich nach der Lagertemperatur und der Wachstumsgeschwindigkeit der Pathogene in den Kontrollwunden.

Die Auswertung erfolgt anhand der Bestimmung des Faulstellendurchmessers. Für jede Probe wird die prozentuale Reduktion der Faulstellen im Vergleich zur Pathogenkontrolle berechnet. Mit diesem Prinzip kann untersucht werden, ob ein Präparat einen Effekt gegenüber Fäulepilzen hat.

Das Testsystem eignet sich gut zur Überprüfung von synergistischen Interaktionen zwischen zwei Produkten.

Ein befallener Apfel

Synergistische Wirkung von Produkt A und B, gezeigt auf zwei Hälften eines Apfels mit vier inokulierten Wunden.

I: B. cinerea
II: B. cinerea + Produkt A
III: B. cinerea + Produkt B
IV: B. cinerea + Produkt A + Produkt B

Keimungstest (z.B. Monilia fructigena)

Für alle Fäuleerreger kann die Wirksamkeit von Präparaten auf die Keimung der Konidien in einem schnellen in vitro Keimungstest ermittelt werden. Hierzu werden die Konidien von Agarplatten oder von infizierten Äpfeln abgelöst und die Suspension auf einen Objektträger getropft. Für Varianten mit Präparaten, werden diese in entsprechender Konzentration hinzugegeben. Die Objektträger werden für 4 bis 24 Stunden bei 20°C inkubiert. Die Auswertung erfolgt quantitativ durch Zählen der gekeimten und ungekeimten Konidien.

Nahaufnahme eines befallenen Apfels